2015/16 (BL-W)

Saison 2015/16, Bezirksliga West Oberfranken

1. Runde: Sonneberg mit gelungenem Aufgalopp

SG 1951 Sonneberg - TV 1890 Hallstadt 5½:2½

Wie bereits im ver­gan­genen Spiel­jahr kam die erste Ver­tre­tung der SG 1951 Son­ne­berg gut aus den Start­lö­chern. Trotz des Feh­lens von Mann­schafts­leiter Franz Gei­sen­setter schaffte die Mann­schaft gegen den TV Hall­stadt einen unge­fähr­deten 5½:2½-Erfolg.

Die Ent­täu­schung nach dem in der letzten Saison knapp ver­passten Auf­stieg ist ver­flogen, und die Spieler der 1. Mann­schaft scheinen es dieses Jahr besser machen zu wollen. Im ersten Sai­son­spiel gegen den TV Hall­stadt war ihnen die Spiel­freude förm­lich anzumerken.

Nach einem Kurz­remis von Klaus Rierl, der in dieser Saison an Brett 2 vor­ge­rückt ist, und einem wei­teren von Spit­zen­spieler Chris­to­pher Hartleb sorgte Ersatz­mann Heinz Schmidt für den ersten vollen Punkt. Auf­grund seiner über­le­genen Spiel­an­lage übte Heinz der­maßen starken Druck aus, dass sich sein Gegner einen gra­vie­renden Fehlzug leis­tete, wonach die Partie rasch beendet war. In kom­pli­zierten, aber wahr­schein­lich jeweils leicht bes­seren Stel­lungen nahmen Klaus-Dieter Jacob und Egon Mat­thäi die Remis­ge­bote ihrer Kon­tra­henten an, womit es zwi­schen­zeit­lich 3:2 stand.

Trotz des knappen Zwi­schen­standes war der Son­ne­berger Erfolg nicht in Gefahr, da Uwe Neu­ge­bauer seinen mate­ri­ellen und posi­tio­nellen Vor­teil sicher zu ver­werten wusste. Mit einem Remis sicherte Mikhael Safronow den Mann­schafts­sieg ab, wäh­rend Jung­se­nior Klaus Brückner mit einer meis­ter­haft geführten Partie den Schluss­stein zum sou­ve­ränen 5½:2½-Erfolg setzte.

Im nächsten Spiel am 25. Oktober emp­fängt Son­ne­berg den Lokal­ri­valen SV Neustadt.

2. Runde: Jubilare patzten

SG 1951 Sonneberg - SV Neustadt 2½:5½

Nach einer in weiten Teilen ent­täu­schenden Vor­stel­lung muss unsere 1. Mann­schaft über eine herbe Nie­der­lage quit­tieren. Gegen den Rivalen aus Neu­stadt ging der Kampf leis­tungs­ge­recht mit 2½:5½ verloren.

Inner­halb einer Woche feiern gleich drei Stamm­spieler der 1. Mann­schaft einen runden Geburtstag. Mikhail Safronow wurde diesen Sonntag 50, Uwe Neu­ge­bauer feiert am Mitt­woch eben­falls seinen 50., und Spiel­führer Franz Gei­sen­setter begeht am kom­menden Sonn­abend seinen 70. Geburtstag. Die Sport­ge­mein­schaft gra­tu­liert allen herzlich!

Trau­ri­ger­weise sorgten gerade die Jubi­lare durch grobe Fehler für die ent­schei­denden Punkt­ver­luste. Doch der Reihe nach: Klaus Brückner, der Match­winner gegen Hall­stadt, hatte nicht seinen besten Tag erwischt. Er trug seinen Angriff zu behäbig vor und wurde sehens­wert aus­ge­kon­tert. Klaus-Dieter Jacob kam dagegen nach miss­ra­tener Eröff­nung immer besser ins Spiel und es gelang ihm sogar, das Blatt voll­ständig zu wenden. Chris­to­pher Hartleb gewann am Spit­zen­brett ein Tur­m­end­spiel mit einem Mehr­bauern in Folge eines feh­ler­haften Königs­zuges seines Kon­tra­henten. Es stand 2:1 für Sonneberg.

Es folgten die bereits erwähnten Patzer. Franz Gei­sen­setter, der aus­gangs der Eröff­nung unter starkem Druck gestanden hatte, hätte mit­tels einer Zug­wie­der­ho­lung pro­blemlos einen halben Punkt sichern können. Statt­dessen bot er Damen­tausch an, in dessen Folge eine Qua­lität und damit die Partie ver­loren ging. Mikhael Safronow hatte sich ein großes Über­ge­wicht im Zen­trum erspielt, musste aber dafür einige Pro­bleme mit seinem König in Kauf nehmen. Prompt setzte er diesen auf ein ver­mintes Feld, wonach sein Gegen­spieler die Dame erobern konnte, was dieser auch gewinn­brin­gend aus­führte. Uwe Neu­ge­bauer hatte mit kon­trol­lierter Offen­sive eine aus­sichts­reiche Stel­lung auf­ge­baut. Allein es sollte nicht sein, nach einem unge­schickten Läu­ferzug wurde ihm zum wie­der­holten Male die unlieb­same Grund­rei­hen­schwäche zum Ver­hängnis. Die Abwehr des dro­henden Matts kos­tete eben­diesen Läufer, und das resul­tie­rende End­spiel war natür­lich glatt verloren.

Infolge des miesen Standes ver­schmähte Egon Mat­thäi das mög­liche Remis und spielte kom­pro­misslos auf Sieg. In hoch­kom­pli­zierter Stel­lung opferte er eine Figur, ver­meinte er doch, dank seines Frei­bauern zu tri­um­phieren. Doch die Kom­bi­na­tion hatte ein Loch, der Bauer wurde gestoppt, und Egon schaffte es trotz aller Anstren­gungen nicht mehr, das Blatt zu wenden, so dass auch er letzten Endes verlor. Den­noch gebührt ihm Aner­ken­nung auf­grund seines selbst­losen, auf­op­fe­rungs­vollen Ein­satzes. Dagegen konnte Klaus Rierl im Gewinn­sinne auf­grund der zur Neige gehenden Bedenk­zeit nichts mehr unter­nehmen, und da der Kampf bereits ent­schieden war, akzep­tierte er das durch seinen Kon­tra­henten offe­rierte Remis.

Nach der 2½:5½-Nie­der­lage fällt Son­ne­berg ins Tabel­len­mit­tel­feld zurück. Oben thronen Neu­stadt und der Coburger SV, der die Son­ne­berger am nächsten Spieltag empfängt.

3. Runde: Sonneberg gewinnt relativ mühelos in Coburg

Coburger SV v. 1872 - SG 1951 Sonneberg 3:5

Coburg zeigte sich gegen­über dem Vor­jahr stark ver­bes­sert und lie­ferte einen harten Kampf. Bis zur Mit­tags­zeit war noch an keinem Brett eine Ent­schei­dung gefallen. Abge­sehen davon, dass Klaus Rierl nach 10 Zügen bereits eine Stunde Bedenk­zeit ver­braucht hatte, gab es nichts Nen­nens­wertes zu berichten.

Doch dann ging es Schlag auf Schlag: Nach einer Abtau­sch­orgie am Spit­zen­brett zwi­schen Chris­to­pher Hartleb und Diet­rich Sche­ringer einigten sich beide auf Remis, doch gerade im Moment der Remis­an­nahme hätte Chris­to­pher durch einen trick­rei­chen Zwi­schenzug Mate­ri­al­vor­teil errei­chen und damit wohl auch die Partie gewinnen können. Ähn­lich erging es Uwe Neu­ge­bauer, der einen Figu­ren­ge­winn über­sehen hatte und danach nicht mehr über eine Punk­te­tei­lung hin­auskam. Auch an Brett 3 endete die Partie von Franz Gei­sen­setter remis. Nachdem er lange Zeit leichte Vor­teile anhäufen konnte, verlor er einen Bauern und damit alle Chancen auf einen vollen Erfolg. Der für seinen erkrankten Bruder Klaus-Dieter ein­ge­sprun­gene Karl-Heinz Jacob hatte eben­falls leichte Vor­teile her­aus­ge­spielt, aber die unglei­chen Läufer erschwerten die Ver­wer­tung derart, dass auch in seiner Partie nicht mehr als ein Unent­schieden heraussprang.

Für den ersten Schritt in Rich­tung Mann­schafts­sieg sorgte Klaus Brückner, der in einer sou­verän geführten Partie gegen Peter Len­gerer zunächst die Qua­lität und wenig später auch die Partie gewann. Egon Mat­thäi hatte eben­falls einen klaren Stel­lungs­vor­teil vor­zu­weisen, den er langsam aber sicher zum Sieg ver­dich­teten konnte. Auf­grund der mise­ra­blen Ein­tei­lung seiner Bedenk­zeit und der in seine Stel­lung ein­drin­genden geg­ne­ri­schen Figuren konnte sich Klaus Rierl nicht mehr ver­tei­digen und musste kapi­tu­lieren, so dass die Gast­geber noch einmal her­an­kamen. Die letzte ver­blie­bene Partie führte dann Mikhael Safronow gegen Klaus von Loef­fel­holz noch zu einem Sieg, so dass das Match wie im letzten Jahr mit einem 5:3-Erfolg für Son­ne­berg endete.

Da aber gleich­zeitig die Spit­zen­reiter Neu­stadt und Hollfeld/Memmelsdorf eben­falls deut­lich gewannen, konnte zur Spitze kein Boden gut­ge­macht werden. Um die Auf­stiegs­hoff­nungen weiter zu erhalten, ist im nächsten Kampf gegen Con­cordia Strul­len­dorf erneut ein Sieg Pflicht; im Vor­jahr gelang gegen diesen unbe­quemen Gegner aller­dings nur ein müh­sames 4:4-Unentschieden.

4. Runde: Hoher Sieg trotz Geisensetter-Lapsus

SG 1951 Sonneberg - RMV Concordia Strullendorf 6:2

Das letzte Punkt­spiel des alten Jahres been­dete die 1. Mann­schaft der SG 1951 mit einem sou­ve­ränen Sieg. Vor dem Gegner Con­cordia Strul­len­dorf hatte man durchaus Respekt, konnte Strul­len­dorf doch in der Vor­saison einen Punkt aus Son­ne­berg ent­führen. Doch diesmal fei­erte Son­ne­berg einen unge­fähr­deten Sieg.

Bereits nach 2 Stunden gab es den ersten Erfolg: Klaus Brückner – erneut in bestechender Form – hielt den schwarzen König in der Brett­mitte fest und zwang wenig später den Gegner zur Auf­gabe. Da Son­ne­berg auch an einigen anderen Bret­tern gut stand, begnügte sich Spit­zen­brett Chris­to­pher Hartleb mit einem Remis. Doch dann eine Schre­ckens­nach­richt, denn Franz Gei­sen­setter hatte gegen Robert Schmidt zu schnell gezogen und wie im Vor­jahr eine Figur ein­ge­stellt. Einige Fall­stricke umschiffte der Strul­len­dorfer sou­verän, um dann das Match aus­zu­glei­chen. Uwe Neu­ge­bauer brachte dank eines Figu­ren­ge­winns Son­ne­berg wieder in Füh­rung. Noch einmal lachte Strul­len­dorf das Glück, als Egon Mat­thäi ein Läu­fer­schach übersah und mit einem Dau­er­schach zufrieden sein musste. Doch an den rest­li­chen Bret­tern ließ Son­ne­berg nichts mehr anbrennen. Mit kon­zen­triertem Spiel konnten sowohl Mikhael Safronow als auch Klaus Rierl und Klaus-Dieter Jacob ihre Spiele sieg­reich gestalten.

Mit diesem 6:2-Erfolg ist aller­dings in der Tabelle kein wesent­li­cher Fort­schritt zu ver­zeichnen, da sowohl Neu­stadt als auch Hollfeld/Memmelsdorf sou­verän punk­teten und ihre weiße Weste behalten konnten. Ins­be­son­dere der 7½:½-Erfolg des SV Neu­stadt gegen Coburg kommt zumin­dest in der Höhe überraschend.

Die kom­mende Runde wird Mitte Januar gespielt, Son­ne­berg muss dann zum Nach­barn TSV Mön­chröden reisen.

5. Runde: Holpriger Erfolg in Mönchröden

TSV Mönchröden - SG 1951 Sonneberg 3:5

In der Bezirks­liga West musste sich Son­ne­berg mit einem stark ver­bes­serten Mön­chrö­dener Team aus­ein­an­der­setzen. Gegen­über dem Vor­jahr, als hier noch ein klarer 6½:1½-Sieg gelungen war, musste sich die Mann­schaft gewaltig stre­cken, um über­haupt beide Mann­schafts­punkte ein­zu­fahren. Dabei begann alles recht gut, denn Franz Gei­sen­setter konnte end­lich seinen ersten Sai­son­sieg feiern. Wenig später ver­mel­dete auch Uwe Neu­ge­bauer den vollen Erfolg. Nachdem auch noch Mikhael Safronow gewonnen hatte, machte man sich nur noch über die Höhe des Sieges Gedanken. Doch uner­klär­li­cher­weise geriet nach dieser sou­ve­ränen Füh­rung der Motor ins Stottern.

Bereits Egon Mat­thäi musste das geg­ne­ri­sche Remis­an­gebot dankbar annehmen, da sein Gegner mit einem Opfer gute Angriffs­aus­sichten hätte erlangen können. Auch Front­mann Chris­to­pher Hartleb kommt noch nicht richtig ins Rollen. Wäh­rend er im Vor­jahr zu diesem Zeit­punkt bereits 4 Siege auf seinem Konto hatte, musste er nun bereits zum 4. Mal ins Remis ein­wil­ligen. Als dann auch noch zwei Par­tie­ver­luste durch Klaus Brückner und Klaus Rierl dazu­kamen, wurde es noch einmal span­nend. Glück­li­cher­weise behielt Klaus-Dieter Jacob die Nerven und brachte seine besser ste­hende Partie langsam, aber sicher nach Hause und damit auch die tapfer kämp­fenden Mön­chrö­dener um den erhofften Punkt.

Die Tabel­len­si­tua­tion hat sich so gut wie nicht ver­än­dert, da Neu­stadt und die SG Hollfeld/Memmelsdorf eben­falls siegten und wei­terhin ver­lust­punkt­frei an der Spitze ver­bleiben. Das nächste Spiel findet am 31. Januar statt, wobei Son­ne­berg auf die SG Hollfeld/Memmelsdorf trifft.

6. Runde: Last-Minute-Sieg nach dramatischem Finale

SG 1951 Sonneberg - SG Hollfeld/Memmelsdorf 4½:3½

Im Spit­zen­spiel der Bezirks­liga West gab es einen unge­wöhn­lich span­nenden und dra­ma­ti­schen Kampf zu sehen. Die Gäste aus Hollfeld – mit nur 7 Spie­lern ange­reist – erwiesen sich als äußerst spiel­starke Mann­schaft, die zu Recht mit an der Spitze der Bezirks­liga steht. Bei Son­ne­berg musste Klaus Rierl, das etat­mä­ßige 2. Brett, ersetzt werden; dies war jedoch nicht weiter von Belang, da ja der ein­ge­setzte Ersatz­mann Heinz Schmidt kampflos einen Punkt ver­bu­chen konnte.

Mit dem Vor­teil, bereits zu Beginn in Füh­rung zu liegen, wusste Son­ne­berg aller­dings nichts anzu­fangen – im Gegen­teil, die Mann­schaft spielte recht ver­krampft. Zunächst konnte Chris­to­pher Hartleb am Spit­zen­brett nur gering­fü­gige Vor­teile her­aus­holen, so dass die Partie mit einem Remis endete. Nach etwa 3 Stunden begann die Schwä­che­phase des Son­ne­berger Teams, als Klaus-Dieter Jacob, der Match­winner des letzten Spiels, die Segel strei­chen musste. In einer aus­ge­gli­chenen Stel­lung unter­nahm Uwe Neu­ge­bauer noch ein paar Ver­suche, doch er ver­hed­derte sich und büßte uner­wartet einen Läufer ein, die Minus­figur ließ sich im End­spiel nicht mehr kom­pen­sieren, und sein Gegner ver­wan­delte diese pro­blemlos in den vollen Punkt. Franz Gei­sen­setter war erneut vor­teil­haft aus der Eröff­nung gekommen, doch verlor er im Mit­tel­spiel immer mehr den Faden und musste letzten Endes bereits die 4. Sai­son­nie­der­lage ein­ste­cken. Zum Glück behielt Klaus Brückner die Nerven, der mit einem schön her­aus­ge­spielten Sieg den Anschluss wieder her­stellen konnte.

Beim Stand von 2½:3½ ruhten die Son­ne­berger Sie­ges­hoff­nungen auf den noch spie­lenden Mikhael Safronow und Egon Mat­thäi, die jeweils leichte Stel­lungs­vor­teile hatten. Doch beide stellten die Nerven ihrer Mit­spieler abwech­selnd auf harte Proben. Meh­rere Male ver­passten sie gute Züge und zögerten damit die Ent­schei­dung weiter hinaus. So dau­erte der Kampf fast über die volle Spiel­zeit von 6 Stunden, ehe es beide zur Erleich­te­rung aller durch ihre Siege schafften, den knappen, aber letzt­lich ver­dienten 4½:3½-Erfolg sicher­zu­stellen.

Die Tabel­len­si­tua­tion hat sich kaum ver­än­dert: Neu­stadt eilt von Sieg zu Sieg, konnte auch gegen Mön­chröden sou­verän gewinnen und ver­bleibt wei­terhin ver­lust­punkt­frei an der Spitze. Sowohl Hollfeld/Memmelsdorf als auch Son­ne­berg können nur noch auf einen Neu­stadter Aus­rut­scher hoffen und selbst dann müssten sie zusätz­lich noch die über­ra­gende Zahl der Brett­punkte der Neu­stadter aufholen.

Im nächsten Spiel muss Son­ne­berg am 21. Februar beim SK Weid­hausen 2 antreten.

7. Runde: Pflichtsieg in Weidhausen

SK 1989 Weidhausen 2 - SG 1951 Sonneberg 1½:6½

Keine Pro­bleme hatte Son­ne­berg gegen die 2. Ver­tre­tung des SK Weid­hausen. Der Neu­ling war in vielen Par­tien ein­fach über­for­dert, den­noch hatten die Spieler den Mut, den unsere 2. Mann­schaft nicht hatte, um in der Bezirks­liga anzutreten.

Bereits nach einer Stunde hatten Franz Gei­sen­setter und Klaus Brückner die ersten Siege ein­ge­fahren, wenig später ver­mel­dete auch Egon Mat­thäi den vollen Erfolg. Klaus Rierl, der wieder einmal eine chao­ti­sche Eröff­nung gespielt und dabei auch noch extrem viel Bedenk­zeit ver­braucht hatte, erreichte dank der Fried­fer­tig­keit seines Geg­ners immerhin ein Remis. Nach Mikhael Safronows Sieg ging es nur noch um die Höhe des Ergeb­nisses. Uwe Neu­ge­bauer hatte zwar gewinn­ver­hei­ßenden Vor­teil her­aus­ge­spielt, doch sein Gegner ver­passte es, den Kampf durch einen Zwi­schenzug noch span­nend zu halten, so dass sich Uwe schließ­lich pro­blemlos durch­setzen konnte. Auch Spit­zen­spieler Chris­to­pher Hartleb musste sich lange mühen, um in einem tech­ni­schen End­spiel den Sieg unter Dach und Fach zu bringen. Die ein­zige Nie­der­lage erlitt Klaus-Dieter Jacob, der in etwas bes­serer Stel­lung eine Figur ein­stellte und diesen Nach­teil gegen seinen jugend­li­chen Kon­tra­henten nicht mehr wett­ma­chen konnte.

Mit dem 6½:1½-Erfolg stößt die Mann­schaft zumin­dest auf den zweiten Tabel­len­platz vor, dank eines 4:4-Unentschiedens behauptet der SV Neu­stadt mit einem Mann­schafts­punkt Vor­sprung die Tabel­len­füh­rung. Auch wenn die Neu­stadter in den letzten beiden Runden klare Favo­riten sind, sollte Son­ne­berg durch zwei abschlie­ßende Siege die Chance wahren, von einem Aus­rut­scher des Rivalen pro­fi­tieren zu können.

8. Runde: Sonneberg wahrt minimale Aufstiegschance

SG 1951 Sonneberg - SC Höchstadt/Aisch 2 5:3

Mit einem schwer erkämpften Erfolg gegen die zweite Mann­schaft des SC Höch­stadt wahrte die erste Mann­schaft der SG 1951 ihre kleine Chance auf den Auf­stieg in die Bezirks­ober­liga. Dafür wäre in der letzten Runde ein Sieg gegen die SpVgg Burg­kunstadt erfor­der­lich, gleich­zeitig müsste Höch­stadt 2 den SV Neu­stadt schlagen. Letz­teres erscheint aber sehr unwahr­schein­lich, da der SV Neu­stadt eine starke Saison spielt.

Die junge Höch­stadter Mann­schaft erwies sich als der erwartet schwere Gegner und hielt das Spiel lange offen. Rich­tungs­wei­send war der Sieg von Ersatz­mann Heinz Schmidt, der für den erkrankten Egon Mat­thäi in die Bre­sche gesprungen war. Dagegen kam der Sieg von Franz Gei­sen­setter uner­wartet, hatte er doch aus der Eröff­nung heraus lange Zeit Pro­bleme. Schmei­chel­haft für die Gäste waren dagegen die Punk­te­tei­lungen an den Bret­tern 4 und 7, hier waren Klaus Brückner und Uwe Neu­ge­bauer am Drü­cker, ohne jedoch ihre Vor­teile ent­schei­dend ver­dichten zu können. Nach einem wei­teren Remis von Chris­to­pher Hartleb führte Son­ne­berg mit 3½:1½ und benö­tigte noch einen Punkt zum Mann­schafts­er­folg. Diesen sicherte Klaus-Dieter Jacob, der eben­falls aus der Eröff­nung heraus einige Pro­bleme hatte, schließ­lich aber doch recht sou­verän gewann. Klaus Rierl und sein jugend­li­cher Gegner Oliver Mönius kämpften in einem remis­träch­tigen Damen­end­spiel lange weiter, ehe sie das Frucht­lose ihrer Bemü­hungen ein­sahen und sich eben­falls ins Remis schickten. Mikhael Safronow, der zwi­schen­zeit­lich eben­falls ein Remis­an­gebot erhalten hatte, dieses aber auf­grund der zu diesem Zeit­punkt noch unge­klärten Situa­tion abge­lehnt hatte, stellte bereits einen Zug später eine Figur ein und sorgte somit für die ein­zige Son­ne­berger Nie­der­lage an diesem Tag.

In der letzten Runde spielt Son­ne­berg gegen den SSV Burg­kunstadt und Neu­stadt muss gegen den SC Höch­stadt 2 antreten. Nur bei einem Höch­städter Sieg und einem gleich­zei­tigen Son­ne­berger Erfolg wäre der Auf­stieg für Son­ne­berg noch mög­lich. Bei einem 4:4-Unentschieden der Neu­stadter könnte Son­ne­berg zwar nach Mann­schafts­punkten auf­schließen, hätte aber auf­grund der Brett­punkte selbst im Falle eines 8:0-Erfolges das Nachsehen.

9. Runde: Sieg zum Abschluss reicht nicht mehr

SSV Burgkunstadt - SG 1951 Sonneberg 1½:6½

Im letzten Punkt­spiel der Saison 2015/16 musste die 1. Mann­schaft der SG 1951 Son­ne­berg bei der SSV Burg­kunstadt antreten. Dabei sprang ein unge­fähr­deter 6½:1½-Erfolg heraus, der dadurch begüns­tigt wurde, dass beim Gast­geber vier Ersatz­spieler auf­liefen, wäh­rend Son­ne­berg ledig­lich Klaus Rierl ersetzen musste. Ins­be­son­dere an den hin­teren Bret­tern waren die Burg­kunst­adter Akteure über­for­dert, sodass es schnell 3:0 stand. Die Erfolge erzielten Karl-Heinz Jacob, Uwe Neu­ge­bauer und Egon Matthäi.

Etwas länger mussten sich Klaus Brückner und Mikhael Safronow abmühen, aber auch sie gewannen schließ­lich ohne Pro­bleme. So liefen nach 3 Stunden ledig­lich noch die Par­tien an den Bret­tern 1, 2 und 4. Wäh­rend Franz Gei­sen­setter 2 Bauern weniger hatte und ums Remis kämpfen musste, hatten Chris­to­pher Hartleb und Klaus-Dieter Jacob ihre Gegner in die Defen­sive gedrängt. Nach langem Kampf ret­tete sich Franz Gei­sen­setter glück­lich ins Remis, wäh­rend der Gegner von Chris­to­pher Hartleb durch die stän­digen Angriffe zer­mürbt wurde und schließ­lich in Zeitnot einen kapi­talen Fehler beging. Leider unter­lief Klaus-Dieter Jacob ein Figu­ren­ein­steller, der den Gast­ge­bern zu ihrem ein­zigen Tages­er­folg verhalf.

Der 6½:1½-Sieg reichte aber nicht um den SV Neu­stadt, der sich mit einem 4:4-Unentschieden gegen den SC Höch­stadt 2 begnügte, von der Spitze zu ver­drängen. Mit zwei Brett­punkten weniger muss Son­ne­berg mit dem 2. Platz vor­lieb nehmen.

Fazit

Trotz einer sehr guten Saison mit 8 Siegen und einer Nie­der­lage reichte es am Ende nur zu Rang 2, da aus­ge­rechnet im ent­schei­denden Spiel gegen Neu­stadt vier Spieler patzten und damit eine deut­liche 2½:5½-Nie­der­lage zu Buche stand.

Ins­be­son­dere Spit­zen­brett Chris­to­pher Hartleb mit 6 Punkten aus 9  Par­tien (3 Siege, 6 Remisen, 0 Nie­der­lagen)  und Klaus Brückner am 4. Brett mit 6½ Punkten (+6 =1 -2) konnten über­zeugen. Auch Mikhael Safronow (+6 =1 -2), Uwe Neu­ge­bauer (+5 =2 -2) und Egon Mat­thäi (+4 =3 -1) erzielten über­wie­gend gute Resul­tate. Dagegen werden Klaus-Dieter Jacob (+4 =1 -3), Franz Gei­sen­setter (+3 = 2 -3) und Klaus Rierl (+1 = 4 -2) mit ihren Leis­tungen nicht ganz zufrieden sein.

Die ein­ge­sprun­genen Ersatz­leute Karl-Heinz Jacob (1½ aus 2) und Heinz Schmidt (3 aus 3) ließen die Stamm­spieler nicht ver­missen. In der nächsten Saison wird Son­ne­berg erneut Anlauf nehmen müssen, wobei die Auf­gabe nicht leichter wird, da mit dem SC Bam­berg 2 ein starker Rivale aus der Bezirks­ober­liga abge­stiegen ist.

Bezirksliga West 2015/16 - Tabelle

Rg. Mannschaft           1  2  3  4  5  6  7  8  9  10   MP     BP
 1  SV Neustadt b. Co.   ## 5½ 7½ 4  5  4  6  5  6  6   16- 2   49
 2  SG 1951 Sonneberg    2½ ## 5  4½ 6½ 5  5  6  5½ 6½  16- 2   46½
 3  Coburger SV v. 1872   ½ 3  ## 4  6  5  4½ 5½ 4½ 6½  13- 5   39½
 4  SG Hollfeld/Memm.    4  3½ 4  ## 4½ 5½ 5½ 2½ 5½ 6½  12- 6   41½
 5  SSV Burgkunstadt     3  1½ 2  3½ ## 5  4½ 5½ 4½ 5   10- 8   34½
 6  SC Höchstadt/Aisch 2 4  3  3  2½ 3  ## 3½ 5  4½ 5    7-11   33½
 7  TSV Mönchröden       2  3  3½ 2½ 3½ 4½ ## 3½ 5  6    6-12   33½
 8  Conc. Strullendorf   3  2  2½ 5½ 2½ 3  4½ ## 3½ 5½   6-12   32
 9  TV 1890 Hallstadt    2  2½ 3½ 2½ 3½ 3½ 3  4½ ## 6½   4-14   31½
10  SK 1989 Weidhausen 2 2  1½ 1½ 1½ 3  3  2  2½ 1½ ##   0-18   18½